Die Dachbox fürs Auto: Zuladungsgrenze und Volumen sorgfältig kalkulieren

Eine Dachbox schafft nicht nur Platz im Innenraum eines Autos, sie sorgt im Vergleich zum herkömmlichen Dachgepäckträger auch für eine bessere Aerodynamik und schützt das Gepäck vor Wind und Wetter. Doch bei der Wahl der passenden Auto-Dachbox müssen Aspekte wie das Volumen und die maximale Zuladung genau kalkuliert werden.

Dachbox im Wintereinsatz
Die Dachlast des Fahrzeugs und das Dachbox-Volumen sind die wichtigsten Kriterien bei der Wahl der passenden Box.

Dachboxen besitzen gegenüber offenen Dachgepäckträgern gleich mehrere Vorteile:

  • einfache Sicherung der Gepäckstücke
  • leichte Be- und Entladung
  • Witterungsschutz
  • Diebstahlschutz durch Verschließbarkeit
  • Kraftstoffersparnis dank aerodynamischer Konstruktionsform

Damit Auto und Dachbox allerdings perfekt zusammenpassen, sind vor der Wahl eines bestimmten Produktes verschiedene Fragestellungen zu klären.

Passen Auto und Dachbox überhaupt zusammen?

Damit sich eine Dachbox auf ein Auto montieren lässt, muss der Abstand der Dachbox-Füße zur Dachreling passen. Ist keine Dachreling vorhanden, kann diese in der Regel nachträglich montiert werden. Hierbei jedoch ist eine exakte Zuordnung von Dachreling und Fahrzeugmodell zwingend notwendig.

Für die Verwendung von Dachboxen gibt es darüber hinaus verschiedene gesetzliche Regelungen:

  • Die Dachträger (Querverstrebungen auf der Dachreling), auf welchen die Dachbox montiert wird, dürfen nicht breiter als das Fahrzeug sein. Hierzu sollten die Maße der Querträger mit der Breite des Fahrzeugs (findet sich in der Zulassungsbescheinigung Teil 1, Ziffer 19) verglichen werden.
  • Die Breite der Ladung darf 2,55 Meter nicht überschreiten.
  • Die Höhe von Auto plus Dachbox darf maximal 4 Meter betragen.
  • Die Dachbeladung darf hinten maximal 1,50 Meter über das Heck des Fahrzeugs ragen (Achtung: Ab einem Meter Überlänge muss eine rote Warnflagge von mindestens 30 mal 30 Zentimetern angebracht werden.)
Zulassungsbescheinigung

Angaben zur Fahrzeugbreite und zum Leergewicht enthält die Zulassungsbescheinigung.

Darüber hinaus müssen die maximale Dachlast und das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs beachtet werden. Die Angaben zur Dachlast finden sich zumeist in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs. Ist dies nicht der Fall, lassen sich die Angaben direkt beim Hersteller erfragen. Die Dachlast berechnet sich dabei wie folgt:

maximale Dachlast = Gewicht des Grundträgers + Gewicht der Dachbox + Zuladung

Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs kann über das Leergewicht (Zulassungsbescheinigung Teil 1) ermittelt werden. Es gilt:

zulässiges Gesamtgewicht = Leergewicht (inkl. Fahrer) + Mitfahrer + Ausrüstung und Gepäck

Achtung

Die Zuladung (Gewicht des Gepäcks in der Dachbox) darf keinesfalls dazu führen, dass die maximale Dachlast oder das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs überschritten werden. Eine solche Überschreitung könnte Schäden an der Fahrzeugkonstruktion, am Fahrwerk und an der Bremsanlage verursachen.

Was möchte ich transportieren?

Je nach der Art des Gepäcks lassen sich verschiedene Arten von Auto-Dachboxen unterscheiden. In einer großvolumigen Gepäckbox etwa lassen sich problemlos auch großformatige Koffer verstauen. Das längliche Format von Skiboxen dagegen ist dafür ausgelegt, auch besonders lange Ski unterzubringen. Darüber hinaus garantieren hier spezielle Halterungen, dass die Ski während der Fahrt nicht in der Dachbox umherrutschen können.

Wie groß ist die geplante Gepäckmenge?

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl einer passenden Dachbox fürs Auto ist das Volumen des Gepäcks. In der Regel unterscheiden die Hersteller drei Bereiche:

  • bis 400 Liter (klein)
  • 401 bis 499 Liter (mittel)
  • ab 500 Liter (groß)

Hierbei ist es wichtig, nicht zu knapp zu kalkulieren. Denn je größer das Volumen der Dachbox ist, desto vielseitiger lässt sie sich einsetzen.

Zur Orientierung: Ein herkömmlicher Rucksack der Größe 60 x 40 x 20 cm hat ein Volumen von 48.000 cm³. Das entspricht 48 Litern.

Beim Kauf auf Qualität achten

Wer für sein Auto eine Dachbox kaufen möchte, sollte sich stets für ein qualitativ hochwertiges Produkt entscheiden. Denn im Zuge der überaus starken Beanspruchungen, die eine Box im Gebrauch aushalten muss (Fahrtwind, Witterung, häufiges Be- und Entladen, häufiges Auf- und Abschließen des Schlosses), kann es bei Billigprodukten schnell zum Verschleiß einzelner Bestandteile kommen. Und eine Dachbox, die Wasser einlässt oder sich nicht mehr abschließen lässt, hat den Großteil ihrer komfortablen Vorteile eingebüßt.

Darüber hinaus muss jeder Autofahrer ständig mit Extremsituationen wie einer Vollbremsung oder auch einem Unfall rechnen. Eine schlecht verarbeitete Dachbox kann hier zur zusätzlichen Gefahr werden.

Fazit

Bei der Wahl einer passenden Auto-Dachbox sind die maximale Dachlast des Fahrzeugs (ergibt sich aus der Gepäck-Zuladung innerhalb der Box) und das Dachbox-Volumen die wichtigsten Kriterien. Zudem sollten Dachboxen aus Gründen der Sicherheit stets über anerkannte Gütesiegel wie eine GS- oder TÜV-Plakette verfügen. Damit Sie im Zuge der fehlenden Preisbindung am Ende nicht zu viel bezahlen, lassen sich über einen unabhängigen Online-Preisvergleich günstige Angebote für Dachboxen aller Arten und Größen finden.

Autor: Henrik Lode

© Foto: iStockphoto.com / mbbirdy

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